LIEBE KINDER

von Redaktion

Vorgestern traf ich bei uns am Seeufer Waschbär Waldemar, wie er missmutig ein paar kleinere Baumstämme hin- und herrollte. Ich begrüßte ihn und fragte, warum er so schlecht drauf sei.

„Ach“, brummte er, „ich war heute früh bei Frau Dr. Berta Raspelzahn. Stell dir vor, Paula, die Biberin möchte in diesem Jahr nicht mehr so viele Weihnachtsplätzchen backen, weil die Butterpreise im Moment so hoch sind.“

Jetzt verstand ich ihn. Die Aussicht auf weniger Weihnachtsgebäck ist für so einen verfressenen Waschbären wirklich ein Grund für miese Laune. Mitfühlend hakte ich nach: „Warum sind denn die Preise für Butter gerade hoch?“

Da erklärte er mir, dass zurzeit deutlich weniger Butter importiert, also aus dem Ausland nach Deutschland eingeführt, wird. Außerdem liefern die Landwirte momentan kleinere Milchmengen an die Butterhersteller. Das liegt unter anderem an einer hohen Nachfrage nach anderen Milchprodukten wie Käse.

Hinzu kommt, dass die Zahl der Milchkühe hierzulande zurückgeht. Im letzten Jahr gab es schon fast 100 000 Milchkühe weniger als im Jahr davor. Und schließlich ist auch ein geringerer Fettgehalt in der Rohmilch schuld. Der ist nämlich um 0,01 bis 0,04 Prozent zurückgegangen. Je weniger Fett die Milch enthält, desto mehr wird für die gleiche Menge an Butter benötigt. So steigen die Preise.

Eure Paula

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