Gaißach/Bad Tölz – Anfang 2015 soll mit dem zweiten Bauabschnitt für das „Bergwacht-Zentrum für Sicherheit und Ausbildung“ der Bergwacht Bayern in Gaißach im Kreis Bad Tölz-Wolfratshausen begonnen werden. Jetzt hat Roland Ampenberger, Sprecher der Stiftung Bergwacht, erklärt, dass auch die Zentrale des bayerischen Lawinenwarndienstes, eine Abteilung des Landesamts für Umwelt (LfU) mit acht Beschäftigten, dorthin verlegt werden soll. Sie ist aktuell noch in München angesiedelt. Ein LfU-Sprecher teilte mit: „Aktuell stehen wir mit den Verantwortlichen der Bergwacht in Abstimmung, um die verwaltungstechnischen Grundlagen hierfür zu schaffen.“
Der Standort bei Bad Tölz liegt für die Bayerische Bergwacht verkehrsmäßig günstig, genau in der Mitte der Alpen zwischen Berchtesgaden und dem Allgäu. Auch für den bayerischen Lawinenwarndienst macht die Örtlichkeit durchaus Sinn. Das geschätzt 18 Millionen Euro teure neue Bergwachtzentrum wird vom Freistaat mit 15 Millionen Euro bezuschusst. Für die Finanzierung des verbleibenden Eigenanteils hat die Bergwacht bereits mehrere Sponsoren gewinnen können.
Der Lawinenwarndienst ist in Bayern eine gemeinsame Aufgabe von Innen- und Umweltministerium sowie der lokalen Lawinenkommissionen mit ihren ortskundigen und bergerfahrenen ehrenamtlichen Beobachtern. Alle Informationen laufen in der Lawinenwarnzentrale zusammen, die im Winter täglich einen Lagebericht veröffentlicht. Auslöser für die Gründung des Dienstes war ein Unglück: 1965 starben zehn Menschen in einer Lawine an der Zugspitze.
RB