Grüne für mehr Schutz gegen Katastrophen

von Redaktion

München – Angesichts einer zunehmenden Zahl von Katastrophen wie Hochwasser oder Zugunglücke, wollen die Grünen den Katastrophenschutz in Bayern verbessern. So sollen Ehrenamtliche im Rettungsdienst und im Katastrophenschutz mit denen in Feuerwehr und Technischem Hilfswerk gleichgestellt werden, forderten Fraktionschefin Katharina Schulze und Innenpolitiker Florian Siekmann in München. Konkret geht es um einen gesetzlichen Freistellungs- und Entgeltfortzahlungsanspruch für die Teilnahme an Aus- und Fortbildungen – den die einen haben, die anderen aber nicht. „Jede helfende Hand zählt, und jede helfende Hand hat diese Wertschätzung verdient“, sagte Siekmann.

Konkret würden davon rund 180 000 Ehrenamtliche profitieren, etwa beim Bayerischen Roten Kreuz, der Wasserwacht oder der Johanniter Unfallhilfe. Zum Zweiten fordern die Grünen mehr staatliches Personal für Katastrophenschutzbehörden. Aktuell seien von 224 Stellen für den Katastrophenschutz in Bayern nur 39 aus dem Staatshaushalt finanziert, kritisierte Schulze. Drittens fordern die Grünen von der Staatsregierung, ein erstes überörtliches Katastrophenschutzlager einzurichten „und ausreichend Material für Evakuierung, Unterbringung und Betreuung der Bevölkerung im Katastrophenfall zu beschaffen“. Zudem müsse es einen regelmäßigen Überblick über staatlich und kommunal bereitgehaltene Ressourcen im Bevölkerungsschutz geben.
DPA

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