Kurfürstensaal wird restauriert

von Redaktion

Messerschmitt-Stiftung unterstützt Kloster Benediktbeuern

In Benediktbeuern laufen derzeit zahlreiche Restaurierungsarbeiten. Die Basilika ist gesperrt. © Ralf Ruder

Der prächtige Kurfürstensaal gehört zum bayerischen Barock-Erbe. Salesianer-Pater und Klosterdirektor Heinz Menz ist dankbar für die Finanzspritze. © Arndt Pröhl

Benediktbeuern – Im Kloster Benediktbeuern (Landkreis Bad Tölz-Wolfratshausen) kann der für die süddeutsche Barock-Geschichte so bedeutende Kurfürstensaal renoviert werden. Möglich macht das eine Unterstützung der Messerschmitt-Stiftung in Höhe von 360 000 Euro, dankten Klosterdirektor Pater Heinz Menz von der Ordensgemeinschaft der Salesianer Don Boscos und der bayerische Generalkonservator Mathias Pfeil am Donnerstag bei der Vorstellung des Projekts.

Der prächtige Kurfürstensaal wurde unter Abt Magnus Pachinger für die 1000-Jahr-Feier des Klosters 1739 geplant und gebaut. Der Stuck und die Malereien im Saal stammen aus der Werkstatt von Johann Baptist Zimmermann. Gemeinsam mit seinem Sohn Johann Joseph ist er für das zentrale Fresko verantwortlich. Pfeil sprach von einem „wichtigen Zeugnis barocker Kunst und Architektur in Bayern“. Die Fresken seien ein unverzichtbarer Bestandteil des kulturellen Erbes. „Sie zu erhalten und zu schützen, ist nicht nur ein Beitrag zur Wahrung unserer Vergangenheit, sondern auch eine Verpflichtung gegenüber zukünftigen Generationen.“

Der Saal diente der Ordensgemeinschaft jahrezehntelang als Hauskapelle. Diese wurde verlegt, als die Salesianer beschlossen, den Südarkadentrakt zu renovieren, um dort künftig Tagungen und Seminare anbieten zu können. Die Arbeiten starteten 2020, Voruntersuchungen für den Kurfürstensaal bereits 2017. Die Deckenmalereien zeigen unter anderem Risse und Wasserflecken. Das schwere Hagelunwetter 2023 überstand der wertvolle Saal größtenteils unbeschadet. „Aktuell fokussieren wir uns auf die Wiederinstandsetzung des Klosters, um weiterhin Jugendarbeit und -bildung anbieten zu können“, sagte Pater Menz. Dennoch sei es dringend nötig, auch kulturhistorisch relevante Bereiche der Anlage zu erhalten. Die Sanierung des Südarkadentrakts soll im Frühjahr 2025 abgeschlossen sein.
MÜH

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