LIEBE KINDER

von Redaktion

Gestern haben wir Enten der Biberin Frau Dr. Berta Raspelzahn geholfen, ein Weihnachtsgesteck für ihre Biberburg zu basteln. Sie war gerade dabei, einen Zapfen auf einem Kiefernzweig zu befestigen, und rief Klara zu: „Gib mir doch bitte mal den Pinöpel herüber.“

Verwirrt blickte sich die Angesprochene um und auch Agnes und ich hatten keine Ahnung, was Berta mit Pinöpel meinte. „Na, diesen Pinöckel oder Pinörkel, dieses Dingsda halt!“, schob die Biberin ungeduldig hinterher.

„Meinst du vielleicht den Nupsi?“, fragte Agnes unsicher. „Ja, sag ich doch!“, kam es von der Biberin zurück. „Pinöckel, Pinöppel, Nippel, Nupsi, nenn es, wie du willst. Das sind doch alles einfach nur Bezeichnungen für ein kleines Dingsbums, einen Gegenstand, der keinen richtigen Namen hat oder einen, der einem nicht einfallen will. Und dann behilft man sich mit diesen Worten. Die klingen regional halt unterschiedlich. Ich habe eben nur ‚Pinöpel‘ gesagt, weil es mir als Erstes einfiel. Das habe ich mal von einer Biberin aus Norddeutschland gehört. Dort sind eher die Wörter mit Pin-, also Pinöckel usw. verbreitet. Diese Silbe ist vermutlich auch mit dem englischen Wort Pin für Nadel verwandt. Hier im Süden sagt man eher Nippel oder Nupsi. Gemeint ist damit immer etwas Kleines: ein Haken, Häkchen, Pinn, etwas Längliches, Spitzes, Nadelförmiges, ein kleiner Pickel oder Stift.“

Eure Paula

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