Wenn der Schnee leise rieselt und der See still und starr ruht, dann kuscheln wir Enten ganz eng und genießen die Winter-Romantik. Waldemar kam gestern den Weg runtergestapft, schimpfend wie ein Rohrspatz. Seine Zähne klapperten laut. In hatte der Winter eiskalt erwischt. Der unholde Knabe mit zausigem Pelz krächzte: „Ich bin ein Waschbär, kein Eisbär!“
Wir Enten wollten helfen, einem Frierenden kann man schließlich nicht die kalte Schulter zeigen. Agnes quakte: „In solchen Situationen muss man einen kühlen Kopf bewahren – nur nicht zu kühl. Darum setz dir eine Mütze auf. Du verlierst über den Kopf viel Wärme.“
Waldemar kratze sich verdutzt zwischen seinen Waschbär-Ohren, wo sich schon ein kleiner Schneeberg gebildet hatte. Agnes erklärte: „Dein restlicher Körper ist in der Regel geschützt – durch Pullover, Hose, Jacke, Socken – nur der Kopf, der wird vergessen. Haare isolieren den Körper deutlich schlechter als Kleidung. Dabei wäre es besonders wichtig, den Kopf vor Kälte zu schützen. Der Körper schützt sich unter anderem vor Kälte, indem er die Blutgefäße (zum Beispiel Adern) verengt. Eine dünnere Röhre hat weniger Oberfläche und verliert so weniger Wärme. Das Gehirn und die Kopfhaut sind stark durchblutet. Darum verlieren die Blutgefäße dort mehr Wärme. Eine Mütze schützt den Kopf.“
Eure Paula