Andrè starb bei der Todesfahrt in Magdeburg. © privat
Floß/Magdeburg – Die Eltern des kleinen André aus der Oberpfalz wirken mitgenommen, Mutter Desirée kann ihre Tränen nur schwer zurückhalten, Vater Patrick ist erschüttert. Fast zwei Wochen ist es nun her, dass bei dem Anschlag von Magdeburg ihr Sohn, der neunjährige André, getötet wurde. Er war erst vor wenigen Monaten mit der Familie aus dem oberpfälzischen Floß weggezogen. Mutter Desirée hatte bereits auf Facebook ihre Verzweiflung geschildert. Nun hat sie sich gemeinsam mit ihrem Mann Patrick wieder gemeldet, diesmal auf der Plattform TikTok – und beide machen Behörden wie Regierung schwere Vorwürfe. Vor dem Bild ihres geliebten Buben reden sie darüber, dass „der Staat sowie die Stadt Magdeburg uns alle tierisch im Stich lassen und uns das Leben richtig schwer machen“, wie es der Vater Patrick ausdrückt.
So hätten sie trotz vieler Bemühungen ihr Kind bisher nicht sehen dürfen, sagt die Mutter. Der Vater ergänzt, Hilfe von den Behörden sei bisher ausgeblieben. „Wir haben noch keine Hilfe von außerhalb, von irgendjemand da oben bekommen.“ Keine Seelsorger, keine Psychologen, nichts.“ Hilfen seien nur von privater Seite gekommen. Mutter Desirée: „Die Regierung hat sich überhaupt noch nicht gemeldet.“ Der Opferschutz habe nur einen Formbrief geschickt, mit vorgedruckten Unterschriften.
Auch dass trotz vieler Hinweise niemand gegen den späteren Todesfahrer eingeschritten sei, verstehe sie nicht. „Er war bekannt als Terrorist, und keiner hat was dagegen unternommen.“
MC