LIEBE KINDER

von Redaktion

Gestern trafen Agnes, Klara und ich uns vor der Faschingsparty im Dorf vor dem Bauernhof. Wir warteten auf Ulrich und ratschten derweil mit Hofhund Benno. Da stürmte auf einmal der Bub vom Bauern so schnell an uns vorbei ins Haus, dass er uns Enten beinahe über den Haufen gerannt hätte.

„Nanu, der hat’s aber eilig“, schnatterte ich erschrocken, „bei dem pressiert’s wohl.“ Klara blickte irritiert. „Was pressiert bei ihm?“, hakte sie nach und Agnes schnatterte erklärend: „Der muss bestimmt mal austreten, aufs Klosett, auf das stille Örtchen.“ Aber Klaras Gesicht verriet uns, dass ihr diese Informationen so gar nicht weiterhalfen. „Austreten? Aber woraus denn? Und wo ist dieses stille Örtchen?“

„Mei, Klara, er muss mal pinkeln, aufs Scheißhaus, auf die Toilette, aufs Klo, pieseln wird er müssen, nenn es, wie du willst“, bellte Benno.

„Ach so!“, seufzte Klara. „Warum sagt ihr denn nicht gleich, dass der Bub Pipi machen muss.“ Agnes nickte: „Ja, so kann man es auch nennen, aber das ist eher ein Ausdruck, den Zweibeiner zu Kindern sagen oder den die Zwergerl untereinander gebrauchen. Wenn du dich vornehmer ausdrücken möchtest, kannst du auch von urinieren quaken. Urin ist ein anderer Name für Pipi. Genauso das Wort Harn“, erläuterte sie. „Urinieren hab ich noch nie gehört“, schnatterte ich.

Eure Paula

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