Fastentuch im neuen Glanz

von Redaktion

Allgäu: Studenten restaurieren fast 300 Jahre altes Fundstück

Repariert und restauriert: Studenten stellten das Fastentuch wieder her. © Peter/Nowak/BLfD

Der Urzustand: So wurde das Tuch auf dem Dachboden eines Pfarrhauses gefunden.

Kaltental – Ein jahrhundertealtes, auf dem Dachboden vermodertes Fasten- und Hungertuch aus dem Ostallgäu erstrahlt wieder in neuem Glanz: Pünktlich zur Passionszeit werde es repariert und restauriert in die katholische Pfarrkirche St. Laurentius und Agatha in Frankenhofen bei Kaltental (Kreis Ostallgäu) zurückkehren, teilte das Bayerische Landesamt für Denkmalpflege am Dienstag mit.

Die Restaurierung des in Vergessenheit geratenen Fastentuches mit dem barocken Gemälde „Christus am Ölberg“ habe drei Jahre gedauert. Das Textilstück war 2015 in einem miserablen Zustand auf dem Dachboden des Pfarrhauses in Kaltental gefunden worden. „Das Fastentuch war kaum als solches erkennbar, verdreckt, verblasst, mit mehrerlei Rissen in der Leinwand“, heißt es. Die Kirchengemeinde habe das Tuch 2022 dem Landesamt für Denkmalpflege übergeben, wo es im Rahmen eines studentischen Projekts restauriert wurde. Für die Nachwuchs-Ausbildung in den Restaurierungswerkstätten seien solche Arbeiten wichtig, sagte der Generalkonservator des Landesamts, Mathias Pfeil.

Das barocke Leinwandgemälde zeigt den knienden Jesus, umringt von Engeln und Putten, und stamme vermutlich aus der Zeit zwischen 1740 und 1760. Wer es gemalt habe, sei nicht bekannt. Es werde aber vermutet, dass es sich wegen des malerischen Stils um ein Werk des Kaufbeurer Künstlers Josef Anton Walch (1712–1773) handeln könnte. Das Gemälde habe vermutlich einst zur Innenausstattung der Kirche gehört.

Am Gründonnerstag (6. April) soll das Gemälde im Altarraum eingeweiht werden. Pfarrer Julius Kreuzer richtete ein „herzliches Dankeschön“ für die herausragende Restaurierungsleistung aus.
EPD

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