Gauting – Am Würmhochufer zwischen Gauting und Starnberg sollen im Frühsommer fünf offizielle Routen für Mountainbiker öffnen. Das teilten nun die Bayerischen Staatsforsten, die zuständige Tourismusgesellschaft gwt sowie die Deutsche Initiative Mountainbike mit. „Ziel ist, die wertvollen Hang- und Buchenwälder entlang der Würm besser zu schützen, indem man den Bikern auf ausgewiesenen Trails ein attraktives Angebot schafft“, heißt es.
Schanzen und Wurzeln bedeuten für Mountainbiker Adrenalinkicks. Weil das Würmhochufer aber in den vergangenen Jahren immer beliebter geworden ist, kam es häufig zu Konflikten zwischen Radsportlern und Naturschützern sowie Waldbesitzern. Der Forstbetrieb München der Bayerischen Staatsforsten hatte die wilden Schanzen weggebaggert, Trails mit Bäumen blockiert und mit dem Landratsamt Verbotsbanner installiert.
Jetzt setzt man auf offiziell ausgeschilderte Bereiche. „Wildwüchse“ sollen ins neue Streckennetz integriert oder mit Buchen bepflanzt werden. Die Schwierigkeitsgrade der Strecken orientieren sich an den Farben von Skipisten. Die lokale Biker-Gemeinschaft soll über die DIMB aktiv in die Planung eingebunden werden. „Wir haben die Hoffnung, dass wir mit der Mountainbike-Community und einem attraktiven Angebot die wertvollen Wälder vor nicht genehmigten Trails besser schützen können“, sagt Forstbetriebsleiter Emil Hudler.
GMA