Wir hatten im Winter die Schlittschuhläufer beobachtet. „Wer hat das Schlittschuhlaufen eigentlich erfunden?“, quakte Klara gestern nachdenklich. „Und wie funktioniert das, dass die Zweibeiner auf diesen schmalen Dingern so schnell werden?“ Zum Glück kam gerade die Biberin Dr. Berta Raspelzahn dahergewackelt. Sie wusste auf beide Fragen eine Antwort. „Einer der ältesten Schlittschuhe, die man gefunden hat, ist etwa 7000 Jahre alt. Die Zweibeiner haben sich also schon früh mit Schlittschuhen auf zugefrorenen Seen und Flüssen fortbewegt“, erklärte Berta. „Aber damals wohl weniger zum Spaß. Sie mussten ja auch im Winter auf die Jagd, und mit Schlittschuhen zu laufen, war einfacher, als durch den tiefen Schnee zu stapfen.“ Die Kufen, also jene schmalen Metallteile an der Unterseite der Schlittschuhe, waren damals aus Knochen gefertigt, wusste Berta. „Und diese Knochenschlittschuhe gab es bis vor 150 Jahren.“ Dass die Zweibeiner mit Schlittschuhen so schnell werden können, das habe physikalische Gründe, erklärte Berta. „Unter den Kufen ist immer ein sehr dünner Wasserfilm, denn durch die Reibung des Metalls auf dem Eis ensteht Wärme, und diese Wärme bringt das Eis zum Schmelzen. Wegen des Wasserfilms wiederum ist die Reibung der Kufen zur Eisfläche geringer, und die Zweibeiner können schwuppsdiwupps über das Eis sausen.“
Eure Paula