München – Die Bayern müssen sich in den kommenden Tagen auf größere Einschränkungen etwa in der Pflege, bei der Müllabfuhr oder auf Ämtern einstellen. Grund sind umfassende Warnstreiks der Beschäftigten im öffentlichen Dienst von Bund und Kommunen. Die Gewerkschaft Verdi möchte vor der dritten Verhandlungsrunde ab diesem Freitag den Druck auf die Arbeitgeber erhöhen und ruft in vielen Bereichen des öffentlichen Dienstes zu Arbeitsniederlegungen auf. So lässt etwa die Abfallwirtschaft der Stadt Nürnberg von Mittwoch bis Freitag die Mülltonnen an der Straße stehen. Auch die Beschäftigten des Servicebetriebs Öffentlicher Raum der Stadt Nürnberg und die Straßenreinigung treten am Mittwoch und Donnerstag in einen Warnstreik.
In Nürnberg und München ruft die Gewerkschaft für Donnerstag zu zentralen Kundgebungen auf. Es werden jeweils mehrere tausend Teilnehmerinnen und Teilnehmer erwartet. Weitere Warnstreiks sind laut Verdi unter anderem bei den Kliniken und Stadtwerken in Mittelfranken sowie bei den städtischen Bühnen in Erlangen und Fürth geplant. Auch an Kitas, bei der kommunalen Altenpflege, den Jobcentern und der Lebenshilfe sei mit Einschränkungen zu rechnen.
DPA