Claudia Pittroff aus Unterhaching. © CS
Claudia Pittroff liebt Fledermäuse. Seit sie vor 20 Jahren eines der scheuen Tiere in die Hand nehmen durfte, hat sie die Faszination nicht losgelassen. Deshalb setzt sie sich heute für den Schutz der Fledermäuse ein.
Als Claudia Pittroffs Kinder klein waren, waren sie fasziniert von Fledermäusen. Also nahmen sie an einer Führung in der Dämmerung teil. „Ich durfte damals sogar eine zahme Fledermaus in die Hand nehmen“, erinnert sich Pittroff. Danach war auch bei ihr die Faszination geweckt. Die 59-Jährige war immer sehr naturverbunden und tierlieb. Nach einer Ausbildung zur Gärtnerin und ihrem Diplom als Landschaftspflege-Ingenieurin arbeitet sie seit 25 Jahren in der Unteren Naturschutzbehörde bei der Stadt München.
Ihre Liebe zu Fledermäusen geht mittlerweile so weit, dass Pittroff auch nach Dienstschluss noch für deren Schutz eintritt. Seit einem Jahr ist sie ehrenamtliche Helferin im Arbeitskreis Fledermäuse beim LBV. Hier ist sie vorwiegend beratend tätig und übernimmt zudem Kartierungen sowie die Pflege von kranken, verletzten oder verwaisten Tieren. „Den pflegerischen Aspekt mache ich am liebsten“, sagt sie. „Die Art ist stark bedroht und hat nicht viele Freunde“, sagt sie. Sie leben aber eher im Verborgenen und werden deshalb leicht übersehen. Obwohl sie so faszinierend sind, betont sie. Fledermäuse haben nicht nur eine spezielle Jagdtechnik, sie sind auch sehr sozial. Zum Beispiel wärmen sie sich gegenseitig. In Bayern wurden bisher 25 Fledermausarten nachgewiesen, aber nicht alle pflanzen sich hier regelmäßig fort. Einige sind nur gelegentliche Gäste.
CORNELIA SCHÖNHARDT