Schlachthof geht in Insolvenzverfahren
Aschaffenburg – Das Amtsgericht Aschaffenburg hat für den dortigen Schlachthof ein Insolvenzverfahren in Eigenverwaltung angeordnet. Einen Tag zuvor habe die Betreiberfirma AB Schlachthof GmbH + Co. KG dies beantragt, bestätigte eine Gerichtssprecherin. Als Begründung für den Antrag habe das Unternehmen Zahlungsunfähigkeit und Überschuldung angegeben. Bereits Ende Februar hatten sich Stadt und Pächterin im Rechtsstreit um die Zukunft des Schlachthofs geeinigt. Ein Vergleich sieht vor, dass der Betrieb bis Ende Juni 2026 eingestellt und das Gelände bis Ende desselben Jahres geräumt wird. Aufgrund möglicher Vergehen gegen das Tierschutzgesetz hatte die Stadtverwaltung 2023 eine Kündigung ausgesprochen.
Pflegedienst soll AOK betrogen haben
Nürnberg – Ein Nürnberger Pflegedienst soll über Jahre hinweg die AOK mit falschen Abrechnungen betrogen haben. Ein Mitinhaber des Pflegedienstes und ein leitender Mitarbeiter seien nun in Untersuchungshaft genommen worden, teilte die Zentralstelle zur Bekämpfung von Kriminalität im Gesundheitswesen (ZKG) mit. Die beiden Männer im Alter von 35 und 36 Jahren hätten versucht, Zeugen zu beeinflussen und diese zu falschen Aussagen zu bewegen. Deshalb habe die Ermittlungsbehörde Haftbefehle wegen Flucht- und Verdunkelungsgefahr beantragt. Die AOK Bayern hatte Anzeige erstattet, auch einen anonymen Hinweis hatte es gegeben. Demnach sollen die Männer Leistungen abgerechnet haben, die nicht stattgefunden hatten oder die nicht abrechenbar waren. Die Ermittler werfen dem Duo gewerbsmäßigen Bandenbetrug in mindestens 49 Fällen vor. Der Krankenkasse soll ein Schaden von mindestens 116 000 Euro entstanden sein.