Leere Klassen: Das Lernen ohne Lehrer

von Redaktion

In den Schulen blieben während Corona die Klassenzimmer leer, es gab Distanz-Unterricht. © dpa

München – Rocco Strobel (19) besuchte im Frühjahr 2020 die neunte Klasse des Münchner Käthe-Kollwitz-Gymnasiums. Er weiß, wie er sich durch die Pandemie verändert hat. „Ich habe gezwungenermaßen gelernt, meine Zeit selbst einzuteilen. Aber ich habe auch das Gefühl, dass ich jetzt viele Dinge viel mehr wertschätze.“

Strobel hat inzwischen sein Abitur gemacht, lebt in Wien und absolviert dort eine Ausbildung zum Helikopter-Piloten. Doch auch, wenn seither also einiges passiert ist: Die Pandemie hat sich bei ihm eingeprägt. „Krass fand ich, wie verschlossen manche Menschen damals gegenüber den digitalen Möglichkeiten waren“, sagt er. Er kritisiert, dass manche Lehrer erklärt hätten, aus Datenschutzgründen keine Online-Meetings machen zu wollen. Und er habe sich damals auch alleingelassen gefühlt. „Manche Lehrer haben einfach Materialien online für uns zur Verfügung gestellt, aber beibringen mussten wir uns den Stoff selbst.“

Immerhin: Es war dank WhatsApp einfach, den Kontakt zu Mitschülern zu halten. Der Schüler konnte Freunde treffen – je nach den geltenden Regeln freilich. „Es sind auch neue Freundschaften entstanden.“
RMI

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