„Die Schneeglöckchen blühen wieder!“, quakte Klara gestern freudig. „Agnes, wie heißt das nochmal mit den Ameisen? Du hast uns doch im letzten Winter erklärt, dass die Ameisen die Samen der Schneeglöckchen fressen und herumtragen und die Schneeglöckchen so verbreiten.“ Agnes schnatterte: „Es heißt Myrmekochorie.“
„Wirklich kein leichtes Wort, um es sich zu merken“, quakte ich. Klara nickte und schnatterte dann: „Hoffentlich sind heuer wieder viele Ameisen unterwegs und tragen die Schneeglöckchensamen an neue Stellen.“ „Was machen die Ameisen im Winter?“, schnatterte ich. „Sie ziehen sich tief unter die Erde zurück, mehrere Meter sogar, sie verschließen alle Gänge nach oben, und dann fallen in eine Kältestarre“, quakte Agnes.
„Das heißt, dass sie nichts mehr fressen, oder?“, schnatterte ich. „Exakt“, quakte Agnes. „Ameisen legen keine Wintervorräte an, sondern leben während des Winters von Fettvorräten, die sie im Körper eingelagert haben. Sobald es wärmer wird, werden die Ameisen wieder aktiv. Jetzt im März werden wir die ersten schon auf ihren Hügeln sitzen sehen, wenn die Sonne scheint. Stellt euch vor: Die Ameisen wärmen sich in der Sonne auf, tragen dann diese Wärme in ihre Nester zurück und wecken damit die Ameisen auf, die noch in der Kältestarre sind.“ „Wie kleine Heizkörper“, schnatterte ich.
Eure Paula