Unterföhring – Der drastische Einbruch bei den Gewerbesteuern macht auch vor einer der wohlhabendsten Kommunen in Bayern nicht Halt: Sogar die Gemeinde Unterföhring im Kreis München, gesegnet mit einer ganzen Reihe von zahlungskräftigen Unternehmen, musste nun in mehreren Runden nach Einsparpotenzialen suchen, um den Haushalt für 2025 aufzustellen. 87,2 Millionen Euro muss die Gemeinde angesichts diverser kostspieliger Projekte aus den Rücklagen entnehmen. Bis zum Jahr 2028 sollen weitere 55 Millionen Euro folgen, wodurch die Rücklage auf 24,4 Millionen Euro zusammenschrumpfen würde. Die Gewerbesteuereinnahmen sind im vergangenen Jahr um zwei Drittel gesunken – was auch an einer satten Steuerrückzahlung von 37 Millionen Euro liegt. Dem Vernehmen nach leiden zudem viele der in Unterföhring ansässigen Medienbetriebe unter Werbe-Einbußen – was sich dann indirekt auf die Kommunalfinanzen auswirkt.
„Wir müssen unsere Ausgaben genauer im Blick haben. Der Spielraum für freiwillige Leistungen wird kleiner“, mahnte Thomas Weingärtner (SPD) im Gemeinderat. Vize-Bürgermeister Manuel Prieler (PWU) betonte, die Infrastruktur in der Gemeinde sei gut aufgestellt. „Aber die Lage ist angespannter, als in der Vergangenheit.
MBE