Lawinenschock auf der Skipiste

von Redaktion

Aufregung am Südtiroler Langkofel – Touristen filmen mit

Die Staublawine ging direkt neben der Skipiste am Langkofel im Grödnertal nieder © Hotel Cosmea Dolomites/Facebook

Gröden – Eine riesige Staublawine ist am Mittwoch am Langkofel im Grödner Tal (Südtirol) in Richtung der Skipiste „Gran Paradiso“ abgegangen. Am Nachmittag löste sich ein Schneebrett, es entstand eine große Staublawine, die immer größer wurde. Zahlreiche Skifahrer, die auf der Skipiste unterwegs waren, filmten, wie die Lawine immer näher kam.

Artur Schönweger, Skilehrer der Skischule Wolkenstein, hat das Unglück hautnah miterlebt und auch gefilmt: „Ich habe gerade Privatunterricht gegeben und wir haben den Berg beobachtet, als die Lawine abgegangen ist. Schon vorher gab es immer wieder kleinere Lawinen. Plötzlich löste sich dieses große Schneebrett vom Gipfel und wurde immer größer. So etwas habe ich noch nie gesehen“, sagte er gegenüber „tageszeitung.it“. Als die Lawine immer größer wurde, seien die Skifahrer nervös geworden. „Dazu gab es aber zum Glück keinen Grund, weil sie schließlich im Niemandsland abseits der Piste zum Stillstand kam.“

Ein 59-jähriger Skitourengeher aus Erlangen ist ebenfalls am Mittwoch bei einem Lawinenabgang im Südtiroler Ahrntal ums Leben gekommen. Der Mann hatte die Lawine vermutlich selbst ausgelöst: Er wurde am Grauner Berg verschüttet – und konnte nicht mehr gerettet werden.
WE

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