Gestern brachte ein Mensch uns Enten eine Schale mit Weintrauben vorbei. Erfreut machten wir Enten uns darüber her. Nach einer Weile stöhnte Klara: „Mein Bauch platzt gleich.“ „Mir langt es auch bald“, quakte ich, „ich hab schon ein Dutzend Trauben verputzt.“ Klara stutzte: „Ein Dutzend sind zwölf, oder? Wieso gibt es dafür ein eigenes Wort?“ Sofort schnatterte Agnes los: „Die Zwölf ist eine wichtige Zahl“, erklärte sie. „Sie ist die Basis für das Duodezimalsystem – aber bevor ihr fragt, erkläre ich euch erst einmal, was das Dezimalsystem ist, auch Zehnersystem genannt. Das basiert auf der Zahl Zehn. Es ist heute das am meisten verbreitete Zahlensystem der Welt.“
„Das kennen wir“, schmatzte ich, „mir war gar nicht klar, dass es auch andere Zahlensysteme gibt…“ „… und da kommt jetzt wieder das Duodezimalsystem ins Spiel“, hakte Agnes ein. Das verwendet als Basis die Zahl Zwölf. Die eine wichtige Bedeutung. Ein Grund dafür sind etwa die zwölf Mond-Monate des Jahres. Der Tag hat zwölf Stunden. Außerdem hat die Zwölf die Eigenschaft, durch relativ viele Zahlen teilbar zu sein, nämlich durch zwei, drei, vier und sechs. Deshalb ist sie sehr praktisch für die Größeneinteilung: ein Fuß hat zwölf Zoll. Oder bei der Winkelmessung: Ein Kreis besteht aus 30-mal zwölf Graden, ein Grad sind fünf mal zwölf Minuten…“
Eure Paula