Gries am Brenner – Staufalle für die Haupt-Route nach Italien, Zusammenbruch des Güterverkehrs – diese Szenarien sind nach den ersten beiden Monaten der Baustelle auf der Luegbrücke der Brennerautobahn, die zeitweise nur einspurig befahrbar ist, nicht eingetroffen. Das ist eine erste Zwischenbilanz der österreichischen Autobahngesellschaft Asfinag. Ein Grund: An Wochenenden stehen zwei Spuren zur Verfügung, um Staus zu vermeiden. Im Januar und Februar war die Brücke demnach an elf Tagen in Richtung Süden und an 15 Tagen in Richtung Norden zweispurig befahrbar. Man habe gesehen, dass das Konzept funktioniere, erklärte Asfinag-Geschäftsführer Stefan Siegele im ORF. „Während der Woche sorgte die Einspurigkeit nur kurzfristig stundenweise für etwas längere Verzögerungen, in der restlichen Zeit funktionierte es sehr gut.“
Um das System weiter zu verbessern, wird ab Ostern die Zweispurigkeit deutlich erhöht. In den Sommermonaten wird die Luegbrücke beinahe jeden Tag auf zwei Spuren zu befahren sein.
MC