Attentäter gestoppt: Jetzt Abschiebung?

von Redaktion

Odowaa stoppte den Täter in Aschaffenburg. © Change.org

Aschaffenburg – Nach seinem mutigen Einsatz gegen den Attentäter von Aschaffenburg nannte Innen-Staatssekretär Sandro Kirchner (CSU) den somalischen Asylbewerber Ahmed Mohamed Odowaa „ein leuchtendes Beispiel für den Zusammenhalt in unserer Gesellschaft“. Von Ministerpräsident Markus Söder bekam Odowaa ebenfalls einen Dankesbrief, im Mai soll der Afrikaner mit der Christophorus-Medaille geehrt werden. Doch im Sommer wird der 30-Jährige, der die Festnahme des zweifachen Mörders Enamullah O. (28) ermöglichte, wohl abgeschoben. Dagegen regt sich Protest, zwei Petitionen auf dem Portal change.org wollen das verhindern. Intern gibt es in Behördenkreisen allerdings auch vorsichtige Bedenken und Zweifel an Details der bisherigen Angaben im Asylverfahren. Aus dem bayerischen Innenministerium heißt es auf Anfrage, man müsse den Fall erst noch genau prüfen.

Odowaa hatte die Attacke auf eine Kita-Gruppe im Januar zufällig beobachtet. Der Afghane Enamulla O. hatte einen Passanten und ein Kind (2) niedergestochen. Der Somalier verfolgte den Flüchtigen mit einem Deutschen bis zu seiner Festnahme an einer 850 Meter entfernten Bahnlinie. Laut „Main Echo“ war er im Januar 2024 über Italien nach Deutschland eingereist und lebte zuletzt als Geduldeter im Kreis Aschaffenburg. Im Juli soll er laut Bescheid des Bundesamtes für Migration und Flüchtlinge in das Land seiner ersten Registrierung zurückkehren.
MM/CAZ

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