LIEBE KINDER

von Redaktion

Agnes und ich waren gestern mit Waschbär Waldemar verabredet. Wir trafen uns an der Kreuzung von der Poststraße zur Baumstraße. Mir kam eine Frage in den Sinn: „Wie sind die Zweibeiner eigentlich auf die Idee gekommen, ihren Straßen Namen zu geben.?“ „Das ist doch ganz klar, Paula, die Straßennamen sollen den Zweibeinern helfen, sich zurecht zu finden. Wir konnten doch mit Hilfe der Straßennamen ganz leicht einen Treffpunkt mit Waldemar ausmachen. Schnell gefunden haben wir ihn dann auch“, quakte Agnes. „Und seit wann machen die Zweibeiner das?“, wollte ich wissen. „Ab dem Mittelalter benannten die Zweibeiner in größeren Städten ihre Straßen und Gassen. Oft nahm man dazu z. B. einfach die Namen von Handwerkern, die in der Straße arbeiteten. So kam es zu Straßennahmen wie Bäckergasse oder Müllerstraße“, erklärte Agnes. Ich quakte dazwischen: „Aber es gibt doch z. B. immer mehr als nur einen Bäcker im Dorf. Das wäre dann ja verwirrend, wenn es mehrere Straßen mit diesem Namen gibt.“, schnatterte ich. „Ja, genau deswegen gibt es die Regel, dass es jeden Straßennamen nur einmal im Dorf oder der Stadt geben darf. So kommt es zu keinen Verwechslungen. Außerdem gibt es ja nicht nur Straßen, die nach Handwerkern benannt sind. Häufig möchte man damit auch wichtige Persönlichkeiten oder bemerkenswerte Landschaften ehren“, quakte Agnes.

Eure Paula

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