Eine Urne auf einem Friedhof. © dpa
Fürstenfeldbruck – In Fürstenfeldbruck musste eine Beerdigung verschoben werden, weil die Urne nicht rechtzeitig ankam. Das Gefäß mit der Asche der Verstorbenen sollte per DHL bei der Familie ihres Sohnes in Fürstenfeldbruck ankommen. Doch das hat nicht geklappt. Die Angehörigen der verstorbenen 63-Jährigen erfuhren davon erst eine Viertelstunde vor der geplanten Beisetzung – als ein Friedhofsmitarbeiter sie fragte, ob sie die Urne mitgebracht hätten. „Ein Alptraum“, sagt Schwiegertochter Franziska S.
Die 63-Jährige hatte in Darmstadt gelebt. Der Bestatter hatte die Urne dort per DHL nach Bayern geschickt. Das ist möglich. Der Fürstenfeldbrucker Waldfriedhof musste lediglich eine Urnenanforderung schicken. Das Paket ist von außen nicht besonders gekennzeichnet, es hat lediglich die Aufschrift „Vorsicht, zerbrechlich. Nicht werfen.“ Die Urne kam nie an, und die Friedhofsverwaltung hatte nie kontrolliert, ob sie da ist. Sie hatte von DHL aber auch keine Benachrichtigung erhalten, dass ein Paket nicht zugestellt werden konnte, heißt es.
Über die Sendungsnummer hat die Familie inzwischen herausgefunden, dass sich die Urne in einer DHL-Paketstation befindet. Die hatte unglücklicherweise genau an diesem Tag geschlossen. Die Beisetzung musste verschoben werden.
LIF