15 000 Quadratmeter Wald in Flammen

von Redaktion

Luftbeobachtung auch in Oberbayern

Rauch steigt aus einem verkohlten Waldstück auf.

Löschhubschrauber versuchten, den Waldbrand bei Erlangen einzudämmen. Weil der Ex-Truppenübungsplatz munitionsbelastet ist, konnte nur aus der Luft gelöscht werden. © NEWS5 (2)

München/Erlangen – Auf einem ehemaligen Truppenübungsplatz bei Erlangen hat eine große Waldfläche Feuer gefangen. Noch am Donnerstagmorgen waren drei Hubschrauber der Polizei mit Löschwasserbehältern über dem Tennenloher Forst im Einsatz, berichtete ein Feuerwehrsprecher. Das Feuer war am Mittwochnachmittag ausgebrochen, über Nacht wurden die Flammen eingedämmt, gestern gab es jedoch immer wieder Aufflammungen. Insgesamt sei weiter eine Fläche von etwa 15 000 Quadratmeter betroffen.

Das betroffene Gebiet ist munitionsbelastet und darf nur auf festen Wegen betreten werden. Die Flammen konnten daher nur aus der Luft und mithilfe von Löschrobotern eingedämmt werden. Hubschrauber ließen Löschwasser aus an langen Seilen hängenden Behältern über den Flammen ab. Auch Wärmebilddrohnen waren im Einsatz. Der Einsatz dauerte am Donnerstag bis in den Abend hinein an.

Für die Anwohner habe keine Gefahr bestanden. Der Rauch verteile sich jedoch über dem Stadtgebiet von Erlangen. Deshalb sollten Türen und Fenster möglichst geschlossen bleiben, wie der Feuerwehrsprecher erklärte. Über die gängigen Warn-Apps habe es Meldungen gegeben.

Bayerns Innenminister Joachim Herrmann (CSU) war bereits am Mittwochabend und auch am Donnerstagmorgen vor Ort. Auch der Landrat des Landkreises Erlangen-Höchstadt, Alexander Tritthart (CSU), verschaffte sich am Morgen ein Bild von der Lage.

Auch in Oberbayern verschärft sich die Waldbrandgefahr wegen der anhaltenden Trockenheit. Die Bezirksregierung hat deshalb erneut Luftbeobachtungsflüge durchführen lassen, die bis zum heutigen Freitag andauern. Die Regierung von Oberbayern warnt dringend davor, Feuer im Wald zu entzünden – oder dort zu rauchen. Der Landkreis Rosenheim hat zudem ein Verbot für Daxenfeuer ausgesprochen.
DPA/MM

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