Starnberg führt Verpackungssteuer ein

von Redaktion

Starnberg – Als erste Kommune in Bayern will die Stadt Starnberg eine Verpackungssteuer einführen. Grund ist das Müllproblem nahe dem Bahnhof oder an der Seepromenade. Die Stadt hofft, dass mehr Gastronomen, Händler und Kunden auf Mehrwegverpackungen setzen, wenn es eine Steuer auf Einwegverpackungen für Lebensmittel gibt. Gleichzeitig haben sich die Kommunalpolitiker für ein Förderprogramm für Mehrweglösungen ausgesprochen. Bis die neue Steuer eingeführt wird, dürfte es aber noch dauern. Denn es müssen die Rechtsaufsicht des Landratsamtes und das bayerische Innenministerium zustimmen.

Vorbild für Starnberg ist die Uni-Stadt Tübingen in Baden-Württemberg. Sie hat die Steuer bereits vor drei Jahren erhoben. Verkaufsstellen von Einwegprodukten wie Kaffeebechern oder Pommesschalen müssen die Steuer bezahlen. Tübingen hat dadurch bereits im ersten Jahr etwa eine Million Euro eingenommen, in den Folgejahren ähnlich viel Geld. Starnberg rechnet mit Einnahmen von durchschnittlich 251 000 Euro in den ersten drei Jahren – bei Personalkosten von rund 33 000 Euro.
PETER SCHIEBEL

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