„Schaut mal, Agnes und Paula, dort auf dem Grashalm sitzt ein Maikäfer“, quakte Klara. „Das passt sehr gut“, bemerkte Agnes, „seit vorgestern ist ja auch Mai.“ Wir wollten gleich erfahren, was sie uns Interessantes über den Mai schnattern kann.
Sie fing damit an, dass das Wort Mai sich von der römischen Göttin Maia herleitet. „Der alte deutsche Name für diesen Monat lautet Winnemanoth; manoth für Monat und Winna heißt Weide. Das wurde später zu Wonne umgedeutet und der Mai als ‚Wonnemonat‘ bezeichnet, weil er für Freude, Glück und Vergnügen steht. Nämlich darüber, dass nun endlich wirklich Frühling ist. Spätestens jetzt werden die Temperaturen milder, die Vögel singen nach Kräften und mehr und mehr Pflanzen fangen an zu blühen. Maiglöckchen, Margeriten und Löwenzahn beispielsweise. Es gibt einige Volkslieder, die das beschreiben, zum Beispiel ‚Alles neu, macht der Mai‘ oder ‚Der Mai ist gekommen, die Bäume schlagen aus.‘“
„Wieso schlagen die Bäume denn? Die haben ja nicht einmal Arme!“, quakte Klara irritiert. „Mit ausschlagen ist gemeint, dass die Bäume wieder austreiben, also neue Triebe und frische grüne Blätter bekommen“, erläuterte Agnes.
„Außerdem gibt es im Mai auch einige Feiertage. Am zweiten Sonntag in diesem Monat ist zum Beispiel immer Muttertag.“
Eure Paula