Ausstellungsstücke: Habseligkeiten der Schwestern.
Christoph Kürzeder vom Ordinariat zeigt in Beuerberg auf ein Bild.
43 Millionen Euro hat die Sanierung der Klosteranlage gekostet. Ab Freitag kann sie wieder besichtigt werden. © Sabine Hermsdorf-Hiss (3)
Beuerberg – Die barocke Klosteranlage in Eurasburg-Beuerberg dient nach einer umfassenden Sanierung nun künftig als Seminar- und Kulturzentrum. Neben 11 Tagungsräumen wurden auch 48 Gästezimmer eingerichtet, die zum Teil im ehemaligen Zellentrakt untergebracht sind. Zudem sei die Backstube wieder in Betrieb genommen worden, teilte das Erzbischöfliche Ordinariat München und Freising mit.
2021 hatten die Arbeiten an dem Klosterkomplex in Eurasburg im Kreis Bad Tölz-Wolfratshausen begonnen. Die Kosten bezifferte das Ordinariat auf insgesamt 43 Millionen Euro. Erzbischof Kardinal Reinhard Marx eröffnete und segnete das Kulturzentrum an Christi Himmelfahrt. Ab Freitag können die Räumlichkeiten bei Führungen besichtigt werden.
Während der Sanierung des historischen Baus wurden unter anderem Einbauten entfernt, um die historische Raumstruktur wiederherzustellen, so etwa in der barocken Bibliothek. In früheren Jahren waren Zwischendecken und Wände eingezogen worden. Nun ist der weitläufige Raum wieder in alter Pracht zu bewundern. Auch der Rokoko-Festsaal mit seinem prächtigen Stuck wurde restauriert. In vielen Räumen finden sich zudem historische Möbel.
In Beuerberg wurde 1121 ein Augustiner-Chorherrenstift gegründet. 1803 wurde das Kloster säkularisiert, die Anlage kam in Privatbesitz. 1846 siedelten sich Salesianerinnen an. Nach der Aufgabe des Klosters 2014 ging es an die Erzdiözese München und Freising über.