Weißes Pulver: Alarm bei DHL

von Redaktion

Großeinsatz im Paketzentrum – Zwölf Mitarbeiter verletzt

Langenzenn – Alarm im Paket-Verteilzentrum von DHL im fränkischen Langenzenn: Zwölf Mitarbeiter zeigten Hautreaktionen, mindestens acht mussten zum Arzt, ein weißes Pulver wurde gefunden. Doch was genau passiert ist, ob das Pulver die Ursache für die Hautreaktionen ist und ob es aus einem der Pakete kommt, war am Freitag lange völlig unklar.

Am Nachmittag wurde deutlich: Der Stoff Phoron war der Übeltäter – wie genau die Menschen damit in Berührung kamen, lasse sich nicht mehr rekonstruieren, heißt es vom Logistikdienstleister DHL. Laut Feuerwehr passt das kristalline Lösungsmittel zu den Symptomen, über die die Betroffenen klagen: Juckreiz, Haut- und Augenreizungen.

DHL-Mitarbeiter kamen offenbar mit der Substanz in Berührung, die an mehreren Paketen anhaftete. Anschließend stellten sich Hautreaktionen ein. Noch Polizeiangaben mussten mindestens acht Menschen zum Arzt, die meisten hätten über starken Juckreiz geklagt, sagte eine Sprecherin.

Feuerwehr und Polizei haben das Verteilzentrum geräumt. Drei Dutzend Mitarbeiter wurden durch eine Kontaminationsschleuse geführt, um mögliche Anhaftungen abzuwaschen. Anschließend durchsuchten Spezialkräfte von Polizei und Feuerwehr in Schutzkleidung die Anlage nach möglichen Substanzen, die für die gesundheitlichen Probleme verantwortlich sein könnten.

Über die Schwere der Hautprobleme gab es zunächst keine verlässlichen Informationen. Letztlich müssen Ärzte dies feststellen und beurteilen. Die Behörden gingen nicht davon aus, dass außerhalb der DHL-Einrichtung irgendeine Gefahr bestand. Die Feuerwehr rückte am Nachmittag wieder ab.DPA

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