IM NATURSCHUTZGEBIET

1000 Insektenarten im Wald

von Redaktion

Eine beeindruckende Vielfalt an Insekten hat der Landesbund für Vogel- und Naturschutz (LBV) in einem seiner Waldgebiete festgestellt. Seit 2009 konnte der LBV den 250 Hektar großen Rainer Wald im Donautal zwischen Straubing und Regensburg zu einem Naturschutzgebiet umwandeln. 2023 erfolgte ein sogenanntes Insekten-Monitoring, dessen Ergebnisse jetzt veröffentlicht wurden. Demnach konnten mindestens 1035 Insektenarten nachgewiesen werden, sagt LBV-Waldexperte Christian Stierstorfer. Wissenschaftler gehen sogar von einem noch viel höheren Artenvorkommen aus. Eine absolute Besonderheit sei zum Beispiel der Schaufelkäfer, ein Urwaldrelikt, das auf bodennahe tote Baumstämme angewiesen ist. Außerdem wurde ein Blattkäfer entdeckt, der in Bayern als ausgestorben galt. Weitere Beispiele sind bestimmte Goldwespen-Arten, parasitisch lebende Arten, die sandige Hänge und Warmbereiche mit Blüten bevorzugen. Der Rainer Wald sei erst durch intensive Pflege wie die Schaffung von Tümpeln zu einem Naturidyll geworden, betont der LBV. Insgesamt betreut der Verband dank zahlreicher Spender 3600 Hektar in Bayern.

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