Ankerzentren weniger stark ausgelastet als 2024

von Redaktion

München – Bayerns Erstaufnahmeeinrichtungen für Asylsuchende sind geringer ausgelastet als vor einem Jahr. Ende Mai lebten laut Innenministerium in den Ankerzentren rund 8700 Menschen – zum gleichen Stichtag des Vorjahres waren es noch 10 900. Zum Jahreswechsel waren etwa 10 250 Migranten in den Zentren untergebracht. Lediglich in der Erstaufnahmeeinrichtung Unterfranken gab es eine Zunahme im Vergleich zum Mai des Vorjahres.

Besonders deutlich ist der Rückgang im Ankerzentrum Bamberg in Oberfranken. Nach 1500 Menschen im Mai 2024 waren dort nun nur noch 700 Asylsuchende untergebracht. Seit Monaten wird über die Zukunft dieser Einrichtung gestritten – die Stadt Bamberg will die Flüchtlinge lieber dezentral unterbringen, der Freistaat Bayern möchte das Ankerzentrum aber weiterbetreiben. Der Grund: Es gebe in Oberfranken keine andere Immobilie, die der Bund dem Freistaat kostenfrei zur Verfügung stelle. Eigentlich war vereinbart worden, dass der Betrieb der Einrichtung Ende 2025 ausläuft. Zur Frage, wie es konkret weitergeht, laufen Gespräche zwischen Kommune und Staatsregierung.

Insgesamt haben die Ankereinrichtungen im Freistaat eine Kapazität von mehr als 12 000 belegbaren Plätzen. Wie das Innenministerium mitteilt, sind die Plätze für die Anschlussunterbringung zu 90 Prozent ausgelastet: von rund 136 000 Plätzen seien 122 400 belegt. DPA

Artikel 6 von 11