Gestern waren Klara, Agnes und ich am Bauernhof und haben Isabella und ihre acht Küken besucht. Die Kleinen sind schon ordentlich gewachsen, und wenn sie auf Futtersuche über den Hof laufen, sind sie immer am Piepsen, um zu hören, ob ihre Mamaglucke in der Nähe ist. „Die waren ja schon im Ei solche Plappermäulchen“, quakte Klara.
„Und Isabella hat ihnen geantwortet“, quakte Klara. „Zweibeiner machen das übrigens auch.“ „Was machen Zweibeiner?“, quakte ich. „Piepsen?“ „Nein, aber sie unterhalten sich mit ihren Babys, wenn die noch in ihrem Bauch sind“, schnatterte Klara. „Vor ein paar Tagen saß auf der Bank hier am Seeufer ein Zweibeiner-Pärchen, und die Zweibeinerin hat ein Baby erwartet und beide Zweibeiner sprachen mit dem Baby. Deshalb bin ich zu Dr. Berta Raspelzahn gegangen und habe sie gefragt, warum die Zweibeiner das tun.“
Klara schwieg. „Na, was hat sie denn gesagt?“ schnatterte Agnes. „Berta hat erklärt, dass Zweibeiner-Babys schon im Bauch ihrer Mutter etwas hören, allerdings nicht alle Töne. Tiefere Töne hören sie besser als hohe Töne, also eine Trommel zum Beispiel hören sie, eine Flöte nicht. Aber sie nehmen unbewusst auch den Rhythmus und die Melodie einer Sprache wahr und können deshalb, wenn sie geboren sind, die Muttersprache von anderen Sprachen unterscheiden.“
Eure Paula