Den gestrigen Tag haben wir Enten mit Freunden auf einem Bötchen auf unserem See verbracht. Da es ziemlich windig war, fing das Boot bald an, ordentlich zu schaukeln. Daran hatten wir Enten und Waschbär Waldemar viel Spaß, aber Hofhund Benno und Kater Fritzi sahen irgendwann gar nicht mehr so glücklich aus. „Mir bekommt dieses Schwanken nicht“, maunzte Fritzi und der Hofhund jaulte: „Mir ist ja sooo schlecht.“
„Was ist denn mit den beiden los?“, quakte Klara verständnislos. Agnes erklärte: „Manche Menschen und Tiere werden seekrank. Das passiert, wenn die Augen andere Signale wahrnehmen und ans Gehirn senden als der Körper. Man befindet sich an Bord in einem festen Raum, aber der Gleichgewichtssinn im Ohr nimmt die Bewegung des Schiffes wahr. Also meldet er ans Hirn: Hier schwankt alles. Die Eindrücke von Ohr und Auge widersprechen sich, und das kann das Gehirn ganz schön irritieren. Das löst bei manchen Übelkeit aus.“
Benno hing immer noch über der Reling und fütterte die Fische und Fritzi miaute mit dünner Stimme: „Was kann man denn gegen diese Übelkeit tun?“ „Atme tief durch“, riet Agnes, „am besten fixierst du den Horizont oder einen festen Punkt an Land. Das hilft dem Gehirn, die Sinneseindrücke zu verarbeiten und die Bewegung zu erkennen. Und keine Angst: Sobald du wieder an Land bist, ist die Übelkeit weg.“
Eure Paula