100-Milliliter-Regel gelockert. © Andreas Heddergott
Wasserflaschen können mitgenommen werden. © DPA
CT-Scanner am Flughafen München wieder im Einsatz: Fluggäste dürfen nun mit Behältern mit bis zu zwei Litern Flüssigkeit im Handgepäck reisen. © Marcus Schlaf
München – Seit Kurzem dürfen Passagiere am Flughafen München wieder mit Behältern mit bis zu zwei Litern Flüssigkeit im Handgepäck reisen. Die 100-Milliliter-Regel, die aus Sicherheitsgründen im Jahr 2006 eingeführt wurde, gilt nicht mehr an allen Sicherheitsschleusen. Der Grund sind sogenannte CT-Scanner, wobei „CT“ für Computertomografie steht. Die Scanner können mittels Röntgenaufnahmen Sprengstoffe in flüssiger und fester Form erkennen. Dazu müssen Reisende die Behälter nicht mal auspacken, sondern können ihr Gepäck ganz bequem aufs Band legen.
Allerdings sind noch nicht alle Kontrollspuren am Münchner Flughafen mit den hochmodernen Scannern ausgestattet. Passagiere, die größere Flüssigkeitsbehälter im Handgepäck transportieren wollen, müssen sich also vor Ort an einer Spur mit neuem Scanner anstellen. „Fluggäste sollten bei der Kontrolle am Flughafen beachten, dass die konventionellen Spuren, die noch nicht über die moderne CT-Technik verfügen, weiterhin von der Lockerung ausgenommen bleiben“, sagt ein Sprecher der Regierung von Oberbayern. Das Luftamt Südbayern der Regierung von Oberbayern ist für die Sicherheitskontrollen am Flughafen München verantwortlich.
Für die Handgepäckkontrolle werden die Geräte derzeit an 15 Kontrollspuren im Terminal 2 sowie an fünf Kontrollstellen im Terminal 1 eingesetzt. Geplant sei, die CT-Technik schrittweise am gesamten Flughafen zu installieren, schreibt der Sprecher außerdem. Fluggäste sollten aber bei einem Rückflug die Bedingungen am jeweiligen Airport beachten. Denn nicht alle Flughäfen setzen die neue Technik bereits ein.
Ganz neu ist die Regelung nicht. Sie war nur einige Zeit wegen EU-Regularien eingeschränkt. „Mittlerweile hat die EU die Regelungen für die Mitnahme von Flüssigkeiten an Bord von Flugzeugen wieder angepasst und die vorübergehende 100-Milliliter-Beschränkung aufgehoben“, so der Sprecher. Bedingung ist, dass die moderne CT-Technik eingesetzt wird.FRANZISKA WEBER