München – Jahrelang hat der Borkenkäfer massive Schäden in Bayerns Wäldern angerichtet. Die von den „Holzbohrern“ angerichteten Schäden sind zum ersten Mal seit zehn Jahren gesunken, teilten die Bayerischen Staatsforsten am Donnerstagnachmittag mit. Bis Ende Oktober 2025 stellten die Forstmitarbeiter rund 400 000 Festmeter durch den Borkenkäfer geschädigte Nadelbäume fest. Vor einem Jahr seien es noch mehr als eine Million Festmeter Schadholz gewesen und im Jahr 2023 sogar 1,8 Millionen Festmeter.
Staatsforsten-Vorstandsmitglied Rudolf Plochmann führte die Reduzierung des Borkenkäferaufkommens auf drei Faktoren zurück. Erstens habe mehr Wasser im Boden die Widerstandskraft der Bäume gefördert, zweitens sei die Witterung mit regelmäßigem Regen für die Käfer ungünstig gewesen und drittens seien befallene Bäume von den Staatsforsten konsequent entfernt worden, damit sich der Borkenkäfer nicht auf gesunde Bäume ausbreiten konnte.
Auch in den kommenden Wintermonaten verfolgten die Staatsforsten die Strategie, Käferbäume zu finden und aus dem Wald zu bringen, sagte Rudolf Plochmann weiter. „Je eher man die Bäume findet, desto besser.“ Ziel sei es, mit einem „möglichst sauberen Wald in die neue Käfersaison“ im Frühjahr 2026 zu starten.EPD