In Tölz durften Matteo (8), Christoph (9), Max (7), Lorenz (8) und Alex (6) (v.l.) auf dem Wagen mitfahren. © Arndt Pröhl
Hübsche Pferde, hübsche Reiterinnen: In Murnau drängten sich die Zuschauer beim Leonhardi-Ritt entlang der Straße. © Andreas Mayr
Bad Tölz/Murnau – Selten sieht man so viele herausgeputzte Pferde auf Bayerns Straßen wie am 6. November, dem Leonhardi-Tag. Vielerorts fanden gestern Ritte und Fahrten statt. Die größte in Bad Tölz, an der sich dieses Jahr 71 Vierspänner beteiligten. Dicht gedrängt standen weit mehr als 10 000 Zuschauer entlang der Strecke. Auch die Tribüne mit den Ehrengästen war gut gefüllt. Die Landtagspräsidentin Ilse Aigner (CSU) stellte in ihrem Grußwort mit Blick auf die traumhafte Herbstkulisse fest: „Gott muss ein Tölzer gewesen sein.“ Die Leonhardifahrt sei eine Wallfahrt, die nicht nur dem lieben Gott gefalle, sagte Bürgermeister Ingo Mehner. „Sondern auch uns.“ Sie sei seit Jahrhunderten identitätsstiftend für Bad Tölz und darüber hinaus und verbinde Menschen über Generationen hinweg.
In Murnau gestalteten rund 900 Männer, Frauen und Kinder die Leonhardifahrt. Rund 16 000 Gäste drängten sich entlang der Strecke. Bevor der Ritt stattfand, waren viele der Organisatoren schon stundenlang auf den Beinen – unter anderem, um die Pferde herzurichten. Und sich selbst natürlich auch.VA/AM