DAS PORTRÄT

Der Koch, der Ghana und Bayern verbindet

von Redaktion

Kwabena Ofori aus Walpertskirchen. © Gerda Gebel

Ein wenig verdankt es Kwabena Ofori seinem Opa Rudolf, dass er Koch wurde. „Er hat schon früh mein Talent im Umgang mit Lebensmitteln erkannt. Er riet mir, Koch zu werden“, erzählt der 46-Jährige. Und Opa Rudolf lag mit seiner Idee genau richtig. Ofori machte die Ausbildung, arbeitete in einem Sternelokal, führte als Küchenchef sein eigenes Lokal „Aubergine“ in Erding und machte sich schließlich mit seinem Label „Ofori Style“ selbstständig. Seine selbst gemachten Nudeln und Soßen verkauft er auf Märkten, außerdem arbeitet er aus Leihkoch. Vor vier Jahren eröffnete er in Erding seinen Club der Genießer, wo er seine Gäste regelmäßig mit mehrgängigen Menüs verwöhnt. Außerdem bietet er Kochkurse an oder serviert Essen für Hochzeiten oder Geburtstage. „Ich lebe meinen Traum“, sagt der 46-Jährige. Nebenbei fand er nun noch Zeit, um ein Kochbuch herauszubringen. Ein Gemeinschaftsprodukt mit der Verlegerin Tina Hecht. Ofori wollte ein Kochbuch mit Erding-Bezug machen, deshalb sind auch einige Stadtimpressionen enthalten. Und natürlich von ihm in seinem Element – in der Küche. Dazu gibt es 60 Rezepte aus verschiedenen Stationen seiner beruflichen Laufbahn. Die Älplermagronen mit Apfelmus beispielsweise brachte Ofori aus der Schweiz mit. Auch seine Heimat Ghana ist natürlich in das Kochbuch eingeflossen, leicht abgeändert für den europäischen Gaumen, verrät er.

Kwabena Ofori kam im Alter von 13 Jahren nach Deutschland. Heute lebt er mit seiner Frau und seinen drei Kindern in Walpertskirchen im Landkreis Erding. „Ich bin nach Deutschland gekommen mit nur einem Koffer. Heute habe ich so viel geschafft.“ Er würde sich freuen, wenn seine Geschichte anderen Mut macht. GERDA GEBEL

Artikel 1 von 11