München – Das Skigebiet am Fellhorn im Allgäu rüstet auf – doch die Pläne alarmieren Naturschützer. Erstmalig seit Inkrafttreten des Modernisierungsgesetztes im Juli 2025 sei genau das eingetreten, „was wir befürchtet haben“, sagt Martin Geilhufe, Landesbeauftragter des Bund Naturschutz. „Früher wäre für ein solches Vorhaben zwingend eine Umweltverträglichkeitsprüfung vorgeschrieben gewesen.“ Mit dem neuen Gesetz will der Freistaat Bürokratie abbauen – doch Umweltverbände haben dadurch kein Mitspracherecht mehr. Der Landesbund für Vogelschutz spricht von einem „Skandal“. Das Bauvorhaben liege in einem Gebiet mit höchsten Schutzkategorien: Naturschutzgebiet, FFH-Gebiet und europäisches Vogelschutzgebiet.
Eine Zweier-Sesselbahn Baujahr 1995 am Fellhorn soll durch einen modernen Sechser-Lift ersetzt werden. Vier Pistenausbauten seien geplant, drei weitere sollen zusätzlich folgen. Auch ein neuer Speicherteich soll entstehen.