Immer mehr Unfälle mit E-Scootern

von Redaktion

München – Die Zahl der Unfälle mit E-Scootern hat sich in Bayern rasant erhöht. Bis Ende Oktober ereigneten sich mehr als 2150 Vorfälle, was einem Plus von 30 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum entspricht. Dabei stieg laut Innenministerium auch die Zahl der Verletzten um gut 28 Prozent auf 2073. Rund 1750 der Verletzten waren selbst mit einem E-Scooter unterwegs, die übrigen nahmen auf andere Weise am Verkehr teil. Bislang kamen bei den Unfällen drei Menschen ums Leben, im Vorjahreszeitraum waren es zwei.

So erlag ein Fußgänger seinen Verletzungen, nachdem er über einen auf dem Gehweg abgestellten Roller gestürzt war. Ein Pedelec-Fahrer starb, weil er auf dem Radweg von einem entgegenkommenden E-Scooter-Fahrer übersehen wurde, der durch sein Smartphone abgelenkt war. In einem weiteren Fall prallte ein Nutzer alleinbeteiligt gegen eine Straßenlaterne und verletzte sich tödlich.

Nach Angaben des Innenministeriums stieg die Zahl alkoholisierter Beteiligter bei Unfällen mit E-Scootern erneut an, diesmal um 6,6 Prozent auf 195. Auch die Zahl der durch Cannabis oder andere Drogen beeinflussten Beteiligten nahm von 21 auf 24 zu. Sämtliche Zahlen stehen noch unter Vorbehalt, weil es bei diesen frühen Auswertungen regelmäßig noch zu Nachmeldungen kommt.

Insgesamt wurden bis Ende Oktober 1174 Verstöße im Bereich der Elektro-Kleinstfahrzeuge geahndet (bis Oktober 2024: 1331 inklusive Nachmeldungen). Dabei wurden die Fahrer überwiegend wegen Alkoholbeeinflussung (668 Verstöße), Cannabisbeeinflussung (301) und sonstiger Drogenbeeinflussung (136) angezeigt. DPA

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