Einige Schlittschuhläufer waren schon auf Bayerns Seen unterwegs. Doch die Wasserwacht warnt: Das Eis ist noch nicht dick genug. © Lars Penning/dpa
München – Das Jahr geht in Bayern mit eisigen Temperaturen zu Ende. Die Wasserwacht warnt aber davor, zugefrorene Seen, Flüsse und andere Gewässer zu betreten. Wenn das Eis breche, bestehe Lebensgefahr. Gerade Kinder unterschätzten das Risiko. „Strömungen, Pflanzenbewuchs, Schneedecken, Sonneneinstrahlung oder Temperaturwechsel führen dazu, dass selbst scheinbar stabile Eisflächen plötzlich nachgeben können“, teilte der Landesvorsitzende Thomas Huber mit. Besonders gefährlich seien Fließgewässer, Zu- und Abläufe sowie Stellen in Ufernähe.
Der Wochenbeginn bringt in Bayern laut dem Deutschen Wetterdienst die vermutlich letzten Sonnenstrahlen des Jahres. Nur in Südbayern hält sich zäher Nebel oder Hochnebel. Die Temperaturen reichen von minus 4 Grad am Inn bis 5 Grad in hohen Alpentälern. Ab heute wird es tagsüber stark bewölkt bis bedeckt. Nachts kann es schneien und glatt werden. Südlich der Donau bleibt es meist trocken. Laut DWD sind Temperaturen von minus 3 Grad nördlich des Mains bis minus 10 Grad an den Alpen möglich. Am Silvestertag kann es vom Norden her bis in tiefe Lagen schneien, nachmittags erreicht der Schnee die Alpen. Die minimalen Temperaturen sollen sich auf null bis minus 6 Grad belaufen.
Trotz der anhaltenden Kälte sind die Eisflächen in Bayern aber nicht verlässlich tragfähig, betont die Wasserwacht. Sie rät Eltern, ihre Kinder über die Gefahr aufzuklären. Eisflächen sollten laut den Experten niemals betreten werden, wenn sie nicht ausdrücklich freigegeben wurden. Hundebesitzer sollten außerdem beachten, dass auch ihre Tiere einbrechen können.
Wenn das Eis unter den Füßen knackt oder knistert, sollte man es sofort verlassen. Bricht das Eis, rät die Wasserwacht dazu, sich hinzulegen, um das Körpergewicht auf eine größere Fläche zu verteilen. Danach sollte man sich in Bauchlage langsam Richtung Ufer bewegen. Wer einen Eisunfall beobachtet, sollte den Notruf wählen und nicht selbst aufs Eis gehen. Den Verunglückten sollte man vom Ufer aus helfen, zum Beispiel mit Ästen, Schals, Stöcken oder Leinen. Dabei sollte man sich selbst aber nicht in Gefahr bringen.DPA