Deutlich weniger illegale Einreisen

von Redaktion

München – Erneut sind deutlich weniger Menschen unerlaubt nach Bayern eingereist als im Vorjahr. 2025 waren es nach Angaben der Bundespolizei zum Stichtag 31. Oktober 12 207 Fälle, im Vorjahreszeitraum 16 306. Das ist ein drastischer Rückgang im Vergleich zu den ersten zehn Monaten des Jahres 2023, als noch 30 154 illegal Eingereiste gezählt wurden. Die drei häufigsten Herkunftsländer waren 2025 bisher Ukraine, Syrien und Afghanistan.

Zudem wurden laut Bundespolizei bis 31. Oktober dieses Jahres 633 Schleuser gefasst, zehn Prozent weniger als im Vorjahreszeitraum (703). 2023 waren es bis Oktober noch 1223 Schleuser. Stark zurück gegangen ist auch die Zahl der Geschleusten unter den unerlaubt Eingereisten: Machte im Jahr 2024 die Zahl mit 3382 Geschleusten etwas mehr als ein Fünftel aus, waren es 2025 nur 1035 Geschleuste. Ein Polizeisprecher erläuterte: „Nicht jede unerlaubt eingereiste Person wurde auch geschleust, aber jede geschleuste Person ist unerlaubt eingereist.“

Eine Verschiebung gab es laut Bundespolizei bei der Art der Einreise: Die Zahl der unerlaubten Einreisen zu Fuß ging um 80 Prozent zurück und macht lediglich noch ein Prozent aus. Den Hauptanteil machen mit 29 Prozent die illegalen Einreisen mit dem Auto aus, gefolgt von Reisebus (25 Prozent), Zug (25 Prozent) und Flugzeug (15 Prozent).

Unterdessen stieg die Zahl der Abschiebungen und freiwilligen Ausreisen deutlich. „Wir haben in den ersten elf Monaten dieses Jahres 3413 Rückführungen durchgeführt – schon jetzt deutlich mehr als im gesamten letzten Jahr mit 3010. Das ist ein Plus von rund 24 Prozent“, teilte Innenminister Joachim Herrmann (CSU) mit. Zugleich wurden bis Ende November 14 705 freiwillige Ausreisen gezählt (plus fünf Prozent). DPA

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