von Redaktion

„Wie wollen wir Silvester feiern?“, brummte Waldemar vor ein paar Tagen. Wir saßen bei Dr. Berta Raspelzahn, die uns zum Tee in ihre Biberburg eingeladen hatte. „Auf keinen Fall so laut, wie es viele Zweibeiner machen“, schnatterte Klara. „Ich mag diesen Lärm mit den Feuerwerken auch nicht“, quakte ich. „Ihr könntet es wie die Zweibeiner in Brasilien machen“, schlug Berta vor. „Die treffen sich in weißer Kleidung am Strand – weiße Federn habt ihr ja – , dann springen sie über die Wellen und wünschen sich dabei etwas.“ „Wir sollen über Wellen springen?“, quakte Klara. „Naja“, meinte Berta, „drüberschwimmen reicht ja.“ „Berta, kennst Du noch andere Silvestertraditionen?“, schnatterte ich. „Oh ja, ich habe dazu sogar ein Buch“, sagte Berta und holte es. Es waren viele Bilder darin, natürlich etliche von großen Feuerwerken. „Oh, hier werden riesige Puppen verbrannt“, quakte Klara. „Das ist in Ecuador in Südamerika“, erklärte Berta. „Die Zweibeiner basteln diese Puppen als Symbol für das Böse, dann werden sie angezündet, und so ist im neuen Jahr Platz für das Gute.“ Agnes blätterte weiter. „Wie wäre es damit? Die Menschen in Österreich tanzen im Walzer in das neue Jahr“, las sie vor. „Was gibt es noch?“, quakte ich. Berta blätterte weiter. „Hier“, sagte sie, „das ist in China. Die Zweibeiner dort feiern den Jahreswechsel zwar einen Monat später, aber das ist ja jetzt egal. Jedenfalls kehren sie das Haus an diesem Tag mit Bambuszweigen aus, um die bösen Geister zu vertreiben.“

Eure Paula

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