Die Hellabrunner Dschungelwelt wird 2026 ihre Pforten öffnen, darauf freut sich Tierpark-Chef Rasem Baban. © Schmidhuber
■ Der Tierpark-Chef
Rasem Baban (59) ist seit 2014 Direktor des Tierparks Hellabrunn.
„Wir vom Tierpark Hellabrunn freuen uns auf langersehnte Neuigkeiten: Im Frühjahr öffnen wir endlich die Türen der vollständig sanierten und thematisch überarbeiteten Hellabrunner Dschungelwelt. Eine lange Zeit intensiver Planung, Bauphasen und unerwarteter Verzögerungen liegt hinter uns. Entstanden ist ein lebendiges Mosaik tropischer Vielfalt, das neugierig macht, überrascht und für Artenschutz begeistert. Unsere Besucher dürfen sich auf mehr als 40 faszinierende, zum Teil völlig neue Tierarten freuen, die in ihr neues Zuhause einziehen werden. Welche neuen Tiere nach München kommen, wird aber noch nicht verraten! Es wird zudem neue Entwicklungen in unseren Tieranlagen, Fortschritte in der naturnahen Gestaltung und neue Artenschutzprojekte geben. Hellabrunn bleibt ein Ort, an dem Artenschutz aktiv betrieben und Natur erlebbar wird. Ich freue mich auf ein inspirierendes Jahr mit Ihnen.“
■ Der Schauspieler
Bayerische Stoffe kann er: Schauspieler Francis Fulton Smith (59) stand schon bei der Serie „Oktoberfest 1900“ und als Franz Josef Strauß in der „Spiegel-Affäre“ vor der Kamera, jetzt wirkt er in der Verfilmung von Bayerns größtem ungelösten Rätsel mit: dem Tod von Ludwig II.
„Ich freue mich sehr, bei der ARD-Serie ,Ludwig‘ dabei zu sein. Gleich nach den Feiertagen geht‘s los mit den Dreharbeiten in und um München. Das wird mein Highlight am Anfang des Jahres.“
■ Der Heimatpfleger
Rudolf Neumaier (54) ist seit 2021 Geschäftsführer beim bayerischen Landesverein für Heimatpflege.
„2026 wird die bayerische Verfassung 80 Jahre alt. Das wollen wir feiern. Bis Ende März läuft eine Mitmach-Aktion, bei der wir Vorschläge für Personen sammeln, die sich besonders um die Demokratie in Bayern verdient gemacht haben – und die es wert wären, dass Straßen, Schulen oder Plätze nach ihnen benannt werden. Eine Liste werden wir in einem Sonderheft mit der Zeitschrift „MUH“ veröffentlichen. Und von Januar an werden wir jede Woche ein Kurzvideo veröffentlichen, um Werbung für unsere Verfassung zu machen.“
■ Der Bauchredner
Sascha Grammel (51) ist Bauchredner und Comedian – und tritt 2026 zum ersten Mal in der Münchner Olympiahalle auf.
„Ich freue mich 2026 auf das Münchner Publikum, weil es wirklich besonders ist. Die Menschen sind sehr ehrlich, am Anfang sogar etwas zurückhaltend, das muss man dann aushalten können. Aber wenn man sie dann hat, ist es phänomenal. Ich bin ehrlich gesagt auch ein bisschen nervös, weil ich in München bisher immer im Circus Krone aufgetreten bin – und jetzt zum ersten Mal in der Olympiahalle. Ich verspreche: Die Show wird sehr emotional und ist für die ganze Familie.“
■ Die Politikerin
Dorothee Bär (47) ist seit Mai 2025 CSU-Bundesministerin für Forschung, Technologie und Raumfahrt im Kabinett Merz.
„Ich freue mich nächstes Jahr definitiv auf mehr Sport, denn seit ich Ministerin geworden bin, habe ich dafür noch weniger Zeit. Jetzt, im Weihnachtsmonat Dezember, habe ich mir vorgenommen, nicht auf Kalorien zu achten, aber dann im neuen Jahr, dann geht‘s los. Außerdem ist das Motto von unserem Wissenschaftsministerium im nächsten Jahr die Zukunft der Medizin, dabei geht es auch um Frauengesundheit und Prävention. Und da muss ich doch mit gutem Beispiel vorangehen!“
■ Die Hüttenwirte
Patrick Rofaeil (52) und Claudia Litla (50) aus Wien sind seit Juni die neuen Pächter des Rotwandhauses im Mangfallgebirge.
„Nach einem erholsamen Urlaub in der Dominikanischen Republik starten wir ab Freitag wieder auf dem Rotwandhaus durch. 2026 soll unser Jahr werden. Im Sommer mussten wir nach der Kündigung unseres Vorgängers ja früher als gedacht übernehmen. Wir sind am 13. Juni angereist und haben rund um die Uhr gewerkelt, um am 20. Juni wiederzueröffnen. Ich stehe um vier Uhr morgens auf und gehe nicht vor 22 Uhr schlafen – dieses Pensum bleibt, aber ich freue mich, weil mir schon viele Bewerbungen für die Sommersaison vorliegen. Wir vergrößern unser Team, um neben dem SB- auch wieder einen Service-Bereich anzubieten. Die Karte wird noch regionaler, die Ware kommt nahezu komplett aus dem Landkreis. Ach ja, ich träume von einem Räucherofen für Fisch und Schweinebauch sowie einer Fasslsauna! Im April steht aber erst mal privat was Schönes an: Da heiraten Claudia und ich endlich – da hatte uns der verfrühte Start auf der Hütte ja dazwischengefunkt.
■ Die Vogelschützerin
Die Biologin Isabel Rohde (29) ist beim Landesbund für Vogel- und Naturschutz Leiterin für Vogelkunde in der Kreisgruppe München.
„In wenigen Tagen steht für uns vom LBV mit der Stunde der Wintervögel schon ein erstes Highlight des Jahres an. Wir wünschen uns, dass sich von 9. bis 11. Januar wieder viele Menschen an der bundesweiten Zählaktion beteiligen. Die gemeldeten Sichtungen helfen uns einzuschätzen, wie sich die Vogelpopulation verändert. Der Grünfink bereitet uns große Sorgen. Vor zehn Jahren wurde er bei der Sommerzählung noch in der Hälfte aller Gärten in Bayern beobachtet, heuer nur noch in einem Drittel. Ursache für das zuletzt große Grünfinken-Sterben ist wohl der Krankheitserreger Trichomonas gallinae, der sich grad im Sommer rasch verbreitet. Die Infektion mit dem einzelligen Parasiten endet für die Vögel immer tödlich. Die Stunde der Wintervögel wird jetzt zeigen, wie schwer er der Grünfinken-Population in München wirklich zugesetzt hat. Also wünsche ich mir natürlich, dass sie trotz allem noch stattlich im Ranking vertreten sind.“ SCO, SUS, MZ, DW