Passau – Der Bund Naturschutz in Bayern (BN) hat am Silvestertag seine Klagebegründung gegen den Planfeststellungsbeschluss für das Pumpspeicherkraftwerk Riedl bei Passau beim Bayerischen Verwaltungsgerichtshof eingereicht. Ein vom BN beauftragtes Gutachten kritisiert den geplanten Fischschutz als unzureichend. Der Gewässerökologe Stefan Schmutz erklärte, der geplante Rechen könne mit 50 Millimetern Stababstand Fische nicht wirksam zurückhalten. Stand der Technik seien heute Systeme mit maximal 10 bis 20 Millimetern. „Täglich würden tausende, jährlich hunderttausende bis über eine Million Fische ums Leben kommen“, sagte BN-Gewässerexpertin Christine Margraf. Betroffen wären unter anderem die letzte fortpflanzungsfähige Population des Sterlets in Deutschland sowie die stark gefährdeten Donau-Barsche Zingel und Streber.EPD/MM