Silvesternacht mit vielen Verletzten und Bränden

von Redaktion

Unbekannter wirft Feuerwerkskörper in Menschenmenge – 88-Jährige stirbt nach Feuer in ihrer Wohnung

Starnberg/München – Feuerwehr, Sanitäter und Polizei kämpften auch in der diesjährigen Silvesternacht wieder gegen Flammen und andere Gefahren, die von Feuerwerkskörpern ausgehen. In Starnberg etwa kam ein 14-Jähriger mit Verbrennungen an beiden Händen ins Krankenhaus. Der Jugendliche hatte zuvor laut Polizei versucht, eine Rakete aus seiner Hand heraus zu starten. Von der schnellen Explosion in seiner Hand erlitt er mittelschwere offene Wunden. Ersten Erkenntnissen zufolge sollen ihm Angehörige das Geschoss ausgehändigt haben.

Auch in Neuburg an der Donau wurden drei Menschen durch Feuerwerkskörper verletzt. An die 50 Personen feierten dort das neue Jahr mit Pyrotechnik, als eine bislang unbekannte Person einen Feuerwerkskörper gegen 0.45 Uhr in eine Gruppe warf. Dieser explodierte und verletzte eine 27-Jährige und einen 17-Jährigen in Gesicht, an Händen und Augen. Beide kamen in Kliniken nach Regensburg und Augsburg. Die Gesichtsverletzungen eines Neunjährigen wurden vor Ort versorgt. Die Polizei sucht nach Zeugen ebenso wie in Würzburg, wo um kurz nach Mitternacht ein Brand in einem Mehrfamilienhaus ausgebrochen war. Eine Rakete soll ein Feuer auf dem Balkon ausgelöst haben, welches auf die Wohnung übergriff. Die Rettungskräfte stießen auf eine bewusstlose 88-jährige Frau. Noch im Laufe der Nacht starb sie in einer Klinik. Die Kripo sucht zwei Männer und eine Frau, die vor Ort mit Raketen hantiert hatten, wegen fahrlässiger schwerer Brandstiftung mit Todesfolge.

Als „sehr flammenreich“ beschreibt man die Silvesternacht auch am Polizeipräsidium Schwaben Süd/West: In Blaichach im Oberallgäu wurden sieben Menschen verletzt, weil sich wohl ein nicht richtig ausgekühlter Feuerwerkskörper in einer Mülltonne entzündet und das Feuer gegen drei Uhr auf zwei Wohnhäuser übergegriffen hatte. Der Schaden: eine Million Euro. So könnte es auch zum Feuer in einem Fitnessstudio im Bad Endorfer Industriegebiet im Kreis Rosenheim gekommen sein. Es brannte komplett ab. DPA

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