Amok-Drohung an Schule sorgt für Unruhe

von Redaktion

Polizei ermittelt am Schongauer Welfen-Gymnasium – Psychologische Betreuung für Jugendliche

Schongau – Gewaltverherrlichende und pornografische Darstellungen, die über Schul-iPads verbreitet wurden, und eine verbale Amoklauf-Androhung sorgten am Schongauer Welfen-Gymnasium vor Weihnachten für Unruhe. Betroffen war eine Klasse der Mittelstufe. Unter Tatverdacht steht ein Mitschüler, der bis zu den Ferien vom Unterricht ausgeschlossen wurde.

Die Schongauer Polizei bestätigt den Vorfall grundsätzlich, ohne Details zu nennen. Für den Minderjährigen gilt Persönlichkeitsschutz. „Wir nehmen den Vorfall ernst“, sagt Hauptkommissar Florian Lindner. Schulleiter Alexander Pfaffendorf ist es wichtig, bei diesem Thema „sensibel zu reagieren: Es ist keine einfache Situation.“ Das Gymnasium habe ein Krisenkonzept und -team. Für die Schüler gibt es psychologische Betreuungsangebote. Pfaffendorf verweist auf die Ermittlungen und betont, dass für den Betroffenen die Unschuldsvermutung gelte. Bis zum 6. Januar solle geklärt werden, ob eine Wiedereingliederung möglich sei. „Nach den Ferien sollen alle ohne Angst in die Schule gehen können.“

Die Polizei führte mit dem Jugendlichen und dessen Eltern ein präventives Gespräch: „Im Umgang mit Jugendlichen ist das Ziel nicht die Strafe, sondern dass sie die Hilfe bekommen, die sie brauchen“, sagt Lindner. Das Jugendamt wird der Familie unterstützende Maßnahmen bei der Erziehung anbieten. Pfaffendorf dankt den Behörden für die gute Zusammenarbeit. Das schulische Krisenteam habe die Angelegenheit „mit fachlicher Souveränität und Ruhe“ abgearbeitet: „Unser Krisenkonzept hat funktioniert.“MÜH

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