von Redaktion

Vor der Höhle meines Waschbärfreundes sah ich einen Strumpf baumeln. Waldemar erklärter, er hoffe, dass die italienische Weihnachtshexe Befana Süßigkeiten in den Strumpf steckt. Ich schnatterte: „Weihnachten ist doch schon ein paar Tage her!“ Mein Freund erklärte, dass die Weihnachtsbräuche in Deutschland meistens mit dem Ende der Weihnachtsfeiertage vorbei sind. Nicht aber in Italien gibt es die Sage, dass in der Nacht vom 6. Januar, also dem Dreikönigstag, eine Weihnachtshexe vorbeikommt. Sie heißt Befana und bringt den Kindern Süßigkeiten und Geschenke. Ich fragte: „Dann feiern die Zweibeiner in Italien Weihnachten später?“ Waldemar brummte, dass das nicht stimmt. In Italien wird auch Weihnachten gefeiert. La Befana hat aber trotzdem etwas mit der Weihnachtsgeschichte zu tun: Laut der Sage war Befana eine pflichtbewusste Frau, die in einem kleinen Dorf in Italien lebte. Eines Abends sah sie drei Männer, die durch die Straßen wanderten. Es waren die heiligen drei Könige aus der Weihnachtsgeschichte, die auf dem Weg zum Jesuskind waren. Sie luden Befana ein, mit ihnen zur Krippe zu kommen. Aber Befana wollte unbedingt zuerst ihren Hof zu Ende fegen und versprach den Königen, ihnen nachzukommen. Aber als Befana endlich fertig gearbeitet hatte, waren die drei Könige längst verschwunden und mit ihnen der Stern, der ihnen den Weg zum Jesuskind wies. Seitdem ist Befana auf der Suche nach dem Jesuskind und sieht deshalb in jedes Kinderzimmer hinein. ………………Eure Paula

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