„Feuer kann springen, kann springen, aber das kann ich auch, sogar viel weiter, viel weiter – aber Feuer ist gefährlich, ohohoh, doch ich hüpfe davon, hüpfe davon.“ Ratet mal, wer gestern mit diesem aufgeregten Geplapper durch die Bäume hüpfte? Es war Alina, unsere wuselige Eichhörnchenfreundin. Sie erzählte, sie habe gesehen, wie Zweibeiner Feuer haben springen lassen.
„Das Phänomen der springenden Flamme kenne ich“, schnatterte Agnes: „Wenn eine Kerze brennt, schmilzt ihr Wachs. Etwas von diesem Wachs steigt am Docht hoch, verdampft, und dieser Dampf verbrennt in der Luft. Nun stellt euch vor, jemand pustet die Flamme aus. Was passiert mit dem noch heißen Wachs?“ „Es steigt immer noch am Docht hoch?“, quakte Klara. „Genau“, schnatterte Agnes, „und ein Teil davon verdampft, sodass um den Docht herum heißer Wachsdampf ist, der sich natürlich leicht entzündet, wenn ein Feuer in seine Nähe kommt. Es gibt sogar Kerzen, die sich nach dem Auspusten nochmal selbst entzünden können“, quakte Agnes. „Manche Kerzen haben im Docht einen Metallfaden, der nachglüht und so mit seiner Hitze wieder ein Feuer entfacht.“ „Wie löschen die Zweibeiner denn eine solche Kerze?“, schnatterte ich. „Ganz sicher geht jede Flamme aus, wenn sie keinen Sauerstoff mehr bekommt“, quakte Agnes. „Es gibt kleine Feuerlöscher, die aussehen wie eine Glocke an einem Stiel. Diese Glocke wird über die Flamme gestülpt.“
Eure Paula