Garmisch-Partenkirchen – Ein 52-Jähriger muss sich seit gestern vor dem Landgericht München II verantworten. Ihm wird vorgeworfen, einen langjährigen Freund ermordet zu haben. Laut Staatsanwaltschaft sollen sich die beiden in einem WhatsApp-Chat gestritten haben. Danach soll der Mann den 48-Jährigen in dessen Wohnung in Garmisch-Partenkirchen erschlagen und anschließend ein Feuer gelegt haben. Als die Feuerwehr löschte, fand sie eine Leiche. Später stellte sich heraus, dass der Mann schon vor dem Brand tot war.
Der 52-jährige Angeklagte leidet an einer schweren psychischen Krankheit und ist aktuell in einer Psychiatrie untergebracht Vor Gericht sagte er aus, dass er keine Erinnerungen an die Tat habe. Sein Handeln sei ihm bis heute unbegreiflich. Ihm droht neben einer Haftstrafe ein längerer Aufenthalt in der Psychiatrie.
Vor zweieinhalb Jahren hatte der Mann seine Medikamente abgesetzt, die er wegen einer bipolaren Störung einnehmen musste. Nach dem Streit im Chat soll er zu dem 48-Jährigen gefahren sein und mit einem steinernen Teelichthalter auf dessen Kopf eingeschlagen haben. Der Mann war an seinem eigenen Blut erstickt. Mit dem Brand versuchte der 52-Jährige, die Spuren zu vernichten. Weil er mit dem Feuer auch die Nachbarn in Gefahr gebracht hatte, lautet die Anklage auch auf fünffachen versuchten Mord. Ein Urteil soll Anfang Februar fallen. TOS