Rettungszweckverband setzt auf Neuheit –
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Fürstenfeldbruck – Bei einem Herz-Kreislauf-Stillstand zählt jede Sekunde. Bis der Rettungsdienst vor Ort ist, vergehen in Deutschland im Schnitt neun Minuten. Eine Smartphone-App soll jetzt dafür sorgen, dass Ersthelfer schneller beim Patienten sind als der Rettungsdienst. Der Rettungszweckverband, der neben Fürstenfeldbruck auch die Kreise Starnberg und Dachau umfasst, will mit dem neuen smartphone-basierten Ersthelfer-Alarmierungssystem (EHAS) arbeiten.
Mit der App werden registrierte Ersthelfer, die sich in der Nähe eines Hilfsbedürftigen befinden, zu diesem geschickt, um sofort Maßnahmen einleiten zu können. In der neuesten Generation dieser Apps wählen intelligente Algorithmen die Ersthelfenden etwa auf Basis ihres Standorts aus, teilt der Brucker Rettungszweckverband mit. Als Ersthelfer freigeschaltet werden nur Personen, die in Arztpraxen, Kliniken oder Pflegeeinrichtungen arbeiten.
Jene Ersthelfer sollen den Umgang mit gefährlichen Situationen gewohnt sein. Nicht alarmiert werden sie bei psychiatrischen Notfällen, Suiziden oder Massenunfällen. Das EHAS soll im ersten Quartal 2026 eingeführt werden.ST