Landwirtschaftsfest soll 2028 zurückkehren

von Redaktion

Bauernpräsident „fest entschlossen“ zur Fortsetzung auf der Wiesn – Bis Sommer 2026 soll Konzept stehen

Bulldog vorm Bierzelt: Das Zentrallandwirtschaftsfest fand zum letzten Mal 2016 statt. Nun soll 2028 ein neuer Anlauf gestartet werden. © Peter Kneffel/pa

München – 2028 soll es zum Oktoberfest wieder ein Zentrallandwirtschaftsfest (ZLF) auf der Münchner Theresienhöhe gehen. Das hat der bayerische Bauernpräsident Günther Felßner gestern unserer Zeitung bestätigt. „Wir sind fest entschlossen, ein Zentrallandwirtschaftsfest 2028 in München auf den Platz zu bringen“, sagte er. Derzeit liefen die Verhandlungen mit allen Beteiligten, der Stadt, dem Festring und den Tierzuchtverbänden „in guter Zusammenarbeit“.

Allerdings werde das ZLF völlig neu gestaltet werden müssen. Wie berichtet, hatte der Bauernverband des letzte ZLF 2024 absagen müssen, weil sich 50 Prozent weniger Aussteller angemeldet hatten. Viele große Aussteller sind auf das Karpfhamer Fest nach Niederbayern ausgewichen, das auch eine große Landwirtschaftsausstellung anbietet. Schon damals hatte der Bauernverband betont, dass das ZLF möglichst 2028 wieder in München stattfinden soll. Laut Felßner muss das Fest aber völlig neu konzipiert werden. „Wir werden etwas Neues aufsetzen, es muss neu gestaltet werden. Es wird ein Zentrallandwirtschaftsfest mit Betonung auf Fest.“ Details wollte der Bauernpräsident gestern nicht mitteilen. Nur so viel: „Wir wollen ein ZLF auf die Beine bringen, bei dem wir auch Tiere, natürlich unter den modernsten Tierwohlbedingungen, erlebbar machen wollen.“ Und er fügte hinzu: „Wir arbeiten mit Hochdruck daran.“ Im ersten Halbjahr 2026 soll die Konzeption stehen.

Mit vollem Einsatz arbeitet auch Florian Schelle aus Deisenhofen (Kreis München), Vorsitzender des Landesverbands Bayerischer Pferdezüchter, an den Planungen mit. In der zentralen Arena auf dem ZLF haben die Pferdezüchter traditionell mit ihren spektakulären Schauprogrammen und Tierpräsentationen die Besucher begeistert. „Das Oktoberfest ist ja schließlich aus dem Landwirtschaftsfest hervorgegangen“, setzt sich Schelle für eine Fortsetzung ein. Für die Pferdezüchter hat das ZLF eine immense Bedeutung: „Das sind für uns die Olympischen Spiele“, sagt Schelle.

Das ZLF wurde 1812 erstmals namentlich erwähnt. Zwei Jahre zuvor war im Rahmen der Hochzeitsfeierlichkeiten von Kronprinz Ludwig und Therese von Sachsen-Hildburghausen ein Pferderennen veranstaltet worden. Als großes „Nationalfest“ wurde das Rennen 1811 wiederholt und um einen Viehmarkt und Viehprämierungen erweitert. Das Oktoberfest war geboren, die landwirtschaftliche Ausstellungsschau hat dieses seither regelmäßig begleitet. 2020 fiel das ZLF ebenso wie das Oktoberfest wegen der Corona-Pandemie aus. 2024 fehlten die Aussteller.CLAUDIA MÖLLERS

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